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Aus dem Stofflexikon

Polyacryl

Polyacryl ist eine Kunstfaser, die in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts in Deutschland entwickelt wurde. Wobei die Vereinigten Staaten von Amerika zu der Zeit parallel eine synthetische Faser entwickelte. Wie der Hinweis auf ?Kunst? schon zeigt, wächst die Faser nicht in der Natur. Im Gegensatz zu natürlichen Fasern, die Zeit und große Flächen im Freien fürs Wachsen benötigen, können die Synthetischen, ohne Nachschub-Probleme, in Fabriken produziert werden. Dies sichert auch einer wachsenden Weltbevölkerung reichlich Kleidung zu günstigen Preisen. Die größten europäischen Hersteller produzieren nach wie vor in Deutschland. Polyacryl wird vielseitig eingesetzt. Dreiviertel der Produktion wird für die Stoffindustrie gebraucht - der größte Teil für Kleidung und der Rest für Heimtextilien.

Wie sich denken lässt, wird Polyacryl maschinell hergestellt. Um es nicht zu kompliziert zu machen, nur so viel: Hierbei setzt man ein spezielles Nass. - oder Trockenspinnverfahren ein. Herauskommt eine gekräuselt gesponnene Faser. Diese Faser, aus dem Grundstoff Polyacrylnitril hergestellt, wird dann zu den unterschiedlichsten Produkten verarbeitet.

 

Ob Socken oder Jogginganzüge, Pullover oder Westen, Röcke, Mützen, Kleider, überall findet sich, zumindest anteilig, Polyacryl. Und natürlich auch in Heimtextilien, wie Kuschel-Decken, kleinen Teppichen und mehr.

Siehe hier: https://www.bettklusiv-bettwaesche.de/navi.php?qs=Polyacryl+                               

Polyacryl gibt es im Handel auch unter Modacryl-Faser. Das ist besonders behandeltes Polyacryl. Diese Modifikation von Polyacryl sorgt dafür, dass der Stoff nicht so schnell entflammt. Er wird eingesetzt bei bestimmter Berufsbekleidung, aber auch bei Kleidung für Kinder und Plüschtieren.

Im Jahr 2009 wurde allein in Deutschland fast 170 000 Tonnen Polyacryl-Fasern produziert. Warum so viel? Was macht Polyacryl denn so attraktiv? Vor allem seine Vielseitigkeit: Die Faser bauscht auf wie Wolle. Vermischt mit Wolle, filzt der Stoff nicht so schnell. Darüber hinaus ist Polyacryl farbecht. Formbeständig sowieso. Sportler schätzen Jogginganzüge aus rein Polyacryl oder gemischt, weil sie darin weniger schwitzten und der Stoff wetterbeständig ist.

Und die Pflege? Kein Problem. Er lässt sich gut waschen und ist schnell wieder trocken.

Polyacryl ist im Handel zum Beispiel auch unter Dolan, Orlon oder Dralon zu finden.