Aus dem Stofflexikon

Linon

Linon ist zu 100 Prozent aus Baumwolle. Ein Naturprodukt! Bei der Verarbeitung bestimmen Reinheit, Faserlänge, die Farbe und Geruch die Qualität. 

Linonstoff ist durch die Webart, die verwendet wird, besonders strapazierfähig und scheuerbeständig. Eine Beschichtung sorgt für feinen Glanz und bewirkt das leinenartige Aussehen. Er wirkt deshalb edel. Dadurch, und durch die Webart, entstand der Name. Es ist natürlich kein Leinen. Das ist hochwertiger und entsprechend auch teurer. Linon wird größtenteils für Bettwäsche verwendet. Er ist günstiger als andere Stoffe. Diese reine Baumwolle wird auch gern als Lein-Tischtuch verwendet. Der feine Faden ist dicht verwoben und gebleicht. Schon unserer Großmütter schätzten diesen Baumwollstoff.

Linon-Wäsche ist im Sommer wohltuend kühl. Farbige Kinderwäsche in Linon-Qualität ist zu dieser Jahreszeit besonders angesagt.

Bei farbigen Stoffen bitte kein Bleichmittel verwenden.

Die Bettwäsche kann in die Waschmaschine - sie läuft nicht ein - und auch in den Trockner, hier aber nur im »Schonprogramm«. Linon nimmt viel Feuchtigkeit auf, braucht also ein wenig länger zum Trocknen. Im Gegensatz zu Leinen knittert er nicht besonders. Die Bettwäsche in Hotels ist gewöhnlich aus Linonstoff, da er nicht einläuft, unempfindlich und unverwüstlich ist. Auch Tischdecken und Geschirrtücher werden gerne aus Linon gefertigt. Kein Wunder, bei der Stoffqualität. Da der Glanz bei manchen Blusen und Hemden auch gefragt ist, nimmt so mancher Hersteller gern Linon. Also: sehr variabel, dieser Stoff.

Fazit: Ein natürlicher Stoff, leicht zu pflegen, knittert wenig, ist saugfähig und zu teuer ist er auch nicht - im Vergleich zu Leinen.