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Aus dem Stofflexikon

Leinen

Flachs:

Aus den Stängeln dieser Pflanze, auch bekannt als »Gemeiner Lein«, werden Fasern gewonnen aus denen man Bettlaken, Bettbezüge und diverse Textilien herstellt. Genau genommen sind es Bastfasern.

Leinen ist in den letzten Jahrzehnten überwiegend durch Baumwolle ersetzt worden. Er ist aber wieder im Kommen. Vor allen Dingen aus ökologischer Sicht ist es sinnvoll, sich wieder auf diese natürliche Faser zu besinnen. Der Trend hin zu Leinen scheint dies zu bestätigen.

Da die Leinfaser, im Gegensatz zu sonstigen Bastfasern, problemlos zu verspinnen ist, eignet sie sich besonders gut für Wäsche und Kleidung. Da die Fasern enorm dünn gesponnen werden, ohne Lufteinschlüsse, ist der Stoff auffallend glatt. Ja, er ist praktisch fusselfrei und verschmutzt keineswegs so schnell, wie andere Gewebe. Stärke, wie bei der Baumwolle, benötigt Leinen nicht, da er sehr robust ist. Doch fehlt es ihm an Elastizität und er ist deswegen immens anfällig für Knitter. Und im Gegensatz zur Baumwolle, mag er keine extremen Reibungen.

Kleidung und Bettwäsche aus Leinen trocknen rasch. Im Sommer ist Leinen erfrischend kühl. Der Stoff ist unglaublich reisfest. Und Glanz und Stärke, bringt das Gewebe von Natur aus mit. Mit Leinen kann man einiges anstellen: Waschmittel, Laugen, Kochwäsche oder eine chemische Reinigung, steckt er mühelos weg. Achtung: bitte feucht bügeln. Und, nicht in den Wäschetrockner, das mag Leinen nicht! Die kleinen »Stromschläge« die man von so manchen Wäschestücken kennt, passieren bei Leinen nicht, da er sich nicht elektrostatisch auflädt. Und das Leinen mottenresistent ist, mag daran liegen, dass die Flachsfasern von Natur aus bakterizid sind.

Zum Schluss: Leinen ist häufig cremeweiß. Das muss er aber nicht sein, da er sich gut einfärben lässt. Es kommt vor, dass Leinen mit anderen Garnen verwoben wird - oft mit Baumwolle. Der Stoff wird dann als »Halbleinen« etikettiert.