Aus dem Stofflexikon

Dralon

Dralon® ist ein geschützter Name. Die Bayer AG brachte erstmals 1954 diese synthetische Faser aus Polyacryl auf den Markt. Seit 1983 gibt es die Dralon GmbH als eigenständige Produktionsstandorte. In Deutschland sind das Dormagen und Lingen. Weltweit gesehen ist die Dralon GmbH der größte Hersteller von Acrylfasern.

Die trocken oder nass gesponnene Acrylfaser ist unbestreitbar »die« Chemiefaser auf dem Weltmarkt. Man findet sie  in den unterschiedlichsten Produkten: Sonnenschirme, Tagesdecken, Babybekleidung, Sportmode und mehr.

Was ist so besonderes an Dralon? Hier ein paar Fakten: Textilien aus Dralon eignen sich bestens für drinnen und draußen. Dralon verfilzt nicht. Auch nach mehreren Wäschen bleibt die Oberfläche intakt und sieht bestens aus. Trotz intensiver Sonneneinstrahlung bleicht der Stoff nicht aus. Und, was insbesondere für Tagesdecken und Babybekleidung interessant ist, es gibt keine Hautirritationen - kein Jucken, kein Kratzen. Allergiker und Menschen mit Hautproblemen haben mit Dralon keine Probleme. Verschmutze Sonnenschirme aus Dralon lassen sich mühelos reinigen. Die Faserstruktur von Dralon sorgt dafür, dass sie rasch trocknet. Kräftiges zerren und ziehen macht ihr nichts; sie bleibt in Form und zerreiß auch nicht. Milben und Motten beißen sich an Dralon die Zähne aus. Bei der Bekleidung ist das ein nicht unerheblicher Faktor. Also: Keine Chance, für diese unliebsamen Plagegeister.

Nimmt man den Außen-Bereich - zum Beispiel bei Auflagen und Kissen  - so ist  Dralon gegenüber Baumwolle klar im Vorteil: Es ist wasser- und schmutzabweisend, daher leichter zu reinigen. Ein weiterer Unterschied ist die Prägnanz der Farben. Die Kunstfaser kann die knalligsten Farbstoffe aufnehmen. Sie ist farbechter als Baumwolle. Außerdem ist Dralon langlebiger und Schimmel und Bakterien können diesem Material auch nichts.

Allerdings kann Dralon mit Wolle oder Baumwolle gemischt werden. Sodass beide Stoffe ihre positiven Eigenschaften miteinander vereinen. Für Möbelstoffe, wie zum Beispiel für Sesseln, werden gerne natürliche Fasern mit synthetischen zusammengesetzt. Man mischt auch Acryl mit Leinen oder Baumwolle und verarbeitet sie zu Tischdecken oder Vorhängen.

Fazit: Was die Chemiker der Bayer AG vor rund sechzig Jahren erfanden, ist schon was Besonderes. Die Weiterentwicklungen der letzten Jahrzehnte und vor allem die Mischungen mit natürlichen Materialien, werden heute absolut geschätzt. Die Produkte sind ausgeklügelt, sowohl für den Innen. - als auch den Außenbereich.