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Aus dem Stofflexikon
Biber

Bei Biber denkt der eine oder andere eher an das Nagetier. An die Damm bauenden, drolligen Nager, den manche auch »den Baumeister der Wildnis« nennen. Der Nager tummelt sich viel im Wasser; auch wenn die Temperaturen nicht so heimelig sind. Dafür ist er bestens ausgerüstet. Ein ungemein dichtes Fell hält ihn warm und das kühle Wasser dringt nicht durch. Wie wir gleich erfahren werden, ist der Vergleich mit der Biber-Baumwolle, durchaus passend.

Das dichte Gewebe aus Biber-Baumwolle wird nach dem Weben mit diversen Flüssigkeiten - oft auf beiden Seiten - bearbeitet. Es wird praktisch aufgeraut. Es wird gedrückt, gestaucht, gepresst, bis die Oberflächen verfilzen. Dadurch wird der Stoff flauschiger und weicher und die Haut empfindet ihn als wärmer. Durch diese Eigenschaft der Biber-Baumwolle verwundert es nicht, dass Biber vorwiegend für Unterwäsche und Bettwäsche eingesetzt wird. Der Stoff wird in der Regel leinwandbindig verwoben (diese Art des Webens wird in unserem Stoff-Lexikon unter Renforcé beschrieben) - speziell bei Bettwäsche. Unverkennbar für die Leinwandbindung ist, dass beide Stoffseiten gleich sind. Biber-Baumwolle kommt ausgezeichnet mit Feuchtigkeit klar. Das erinnert uns wieder an den Nager aus der Natur.

Und jetzt denken wir an unsere Bettwäsche aus Biber-Baumwolle - sie nimmt unsere Körperfeuchtigkeit auf und hält uns kuschelig warm! Vermutlich wäre sogar der Biber neidisch, wenn er davon wüsste.

Übrigens, Feinbiber unterscheidet sich nicht so sehr von Biber. Er ist noch kuscheliger, weicher, feiner und dadurch auch ein wenig leichter. Er kann auch aus synthetischen Fasern gewebt worden sein. Besonders für Allergiker sind diese Mikrofasern geeignet, da das dichte Gewebe den Milben weder Unterschlupf noch Nahrung gibt. Wie Biber-Baumwolle ist Feinbiber beliebt wegen des Wohlfühleffekts im Bett  - ob Bettbezüge, Bettlaken oder Betttücher, sie sind weich und warm, einfach kuschelig.

Wenn Biber-Baumwolle auch eher an Winterwäsche erinnert, sollte daraus nicht geschlussfolgert werden, Bettwäsche aus Biber verkaufe sich nur im Winter. Falsch! Es gibt Händler die sagen, dass sie 70% ihres Umsatzes mit Biber-Bettwäsche machen - Sommer wie Winter! Und wenn man an die Sommer in unseren Breitengraden denkt, kommt das nicht überraschend. Denn auch die Nächte im Sommer sind oft sehr frisch und wer hat es dann nicht gerne muckelig-warm und weich!?

Wie sieht es mit der Pflege aus? Biber ist pflegeleicht und weitere Eigenschaften sind:

-   Bis 60 Grad in die Waschmaschine (die erfahrene Hausfrau/Mann dreht den Bezug auf links und schließt den Reisverschluss)

-   Trockner? Ja, bei niedriger Temperatur

-   Bügeln mögen viele partout nicht - OK

-   Optische Aufheller bei schöner bunter Wäsche - auf keinen Fall!

-   Chemische Reinigung - nein Danke!

Auch hier sei daran erinnert, individuell immer wieder auf die mitgelieferte Pflegeanleitung zu schauen.

Wer all das beachtet, wird viele Jahre Freude an seine Biber-Bettwäsche haben.